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Die Grundlagen des DISG Modells

Die Abkürzung DISG (engl. auch DISC) beschreibt einen weit verbreiteten Persönlichkeitstest, der Menschen in vier Grundtypen einteilt: dominant, initiativ, stetig, gewissenhaft. Das DISG-Modell beschreibt nach dem Prinzip der Selbstbeschreibung bestimmte Ausprägungen von Verhaltenstendenzen bei einem bestimmten Typus.

Auch wenn, wie z.B. auf Wikipedia zu sehen ist, die Wissenschaftlichkeit der Studien zum Teil angezweifelt wird, hat die Typisierung mittlerweile Eingang in zahlreiche Bereiche des privaten und beruflichen Lebens gefunden:

  • Reflektion des eigenen Verhaltens
  • Umgang in zwischenmenschlichen Konflikten
  • Wertschätzung von Mitarbeitern
  • Umgang mit unterschiedlichen Kundentypen
  • Hilfsmittel im Verkaufsprozess
  • Unterstützung bei der Zusammensetzung von Teams
  • Leitfaden für einen erfolgreichen Führungsstil

um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Heute ist das DiSG-Profil eines der weltweit am meisten verbreiteten Instrumente zur Persönlichkeits-Selbstanalyse. Jedes Jahr lernen mehr als eine Million Menschen mit dem DiSG-Profil sich selbst besser kennen und werden in weiterer Folge im Umgang mit anderen effektiver.

Die 4 DISG Typen

Dominant

Nachfolgend einige Begriffe, die diese Persönlichkeit umschreiben:

  • egozentrisch
  • direkt
  • herrisch
  • ergebnisorientiert
  • trifft schnelle Entscheidungen
  • wird mit Schwierigkeiten fertig
  • löst Probleme und sieht sie nicht als Bedrohung, sondern als Herausforderung an
  • wissbegierig
  • selbstsicher
  • neugierig

Initiativ

  • enthusiastisch, impulsiv
  • gesellig
  • beredt, rhetorisch begabt
  • kontaktfreudig
  • optimistisch
  • schafft eine motivierende Umwelt, treibt andere an, zieht andere mit
  • erkennt Bedürfnisse anderer

Gewissenhaft

  • analytisch
  • nachdenklich
  • Perfektionist, genau
  • systematisch, ordnungsliebend
  • beherrscht
  • formell, taktvoll
  • beharrlich, ausdauernd
  • sich selbst treu, selbstgerecht
  • starr, stur
  • fleissig

Stetig

  • entwickelt spezialisierte Fähigkeiten
  • ausgeglichen
  • entgegenkommend
  • zeigt Treue, loyal
  • ist ein guter Zuhörer
  • teamfähig
  • entspannt, gesonnen, gefestigt
  • kann mit aufgeregten Personen umgehen

Das Modell geht davon aus, dass menschliches Verhalten situativ ist und ein Ergebnis aus der Wahrnehmung des Umfeldes und der individuellen Reaktion darauf. Wie bei allen wissenschaftlichen Modellen dient es dazu das komplexe Thema der menschlichen Persönlichkeit zu typisieren und mit prägnanten Schlagworten zu versehen. Man sollte daraus jedoch kein Schubladendenken ableiten, das Menschen in starre Verhaltensmuster einordnet. Im Alltag ist immer wieder zu beobachten, dass in verschiedenen Lebenssituationen auch unterschiedliches Verhalten auftreten kann. So kann sich etwa das Verhalten im beruflichen Umfeld deutlich von dem im privaten unterscheiden.

Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass derartige Modelle eine Hilfe und Unterstützung sein können. Sie regen an sich mit der Andersartigkeit des Gegenüber bewusst auseinander zu setzen. Im menschlichen Miteinander muss man immer wieder feststellen, dass es nicht die eine, richtige Verhaltensweise gibt.

Der Nutzen des DISG Modells

Durch das Verdeutlichen übergeordneter Verhaltensmuster ist ein verbessertes und bewussteres Eingehen in der Kommunikation und ihm Miteinander verschiedener Persönlichkeitstypen möglich. DISG kann dem Einzelnen, aber auch Gruppen diverse Vorteile bringen:

Nutzen für den Einzelnen:

  • Die eigenen Stärken und Schwächen können identifiziert werden.
  • Die Selbstreflexion des eigenen Verhaltens wird gesteigert.
  • Das Verständnis für andere Sichtweisen wird erhöht.
  • Der Zugang zu verschiedenen Kommunikationspartnern wird leichter.
  • Die Kommunikation verbessert sich.
  • Die Verhaltensweise anderer Personen kann besser eingeschätzt werden.
  • Das eigene Verhalten kann situativ angepasst werden.
  • Konflikte lassen sich besser lösen.
  • Es wird nachvollziehbarer, was andere von der eigenen Person erwarten.

Nutzen für das Unternehmen:

  • Die Kommunikation mit Kunden, Kollegen und Geschäftspartnern verläuft persönlichkeitsorientierter und daher erfolgreicher.
  • Die Kundenbeziehung kann durch die bessere Kundenorientierung verbessert werden.
  • Bei der Zusammenstellung von Teams können die unterschiedlichen Stärken der Mitarbeiter berücksichtigt werden.
  • Das Erkennen von Entwicklungs- und Leistungspotenzialen von Mitarbeitern wird leichter.
  • Teams erzielen bessere Leistungen.
  • Bei der Aufgabenverteilung werden die Stärken der Mitarbeiter berücksichtigt.
  • Die Personalauswahl kann mit System erfolgen.
  • Personalentwicklungs- und Weiterbildungsmaßnahmen können gezielt geplant werden.
  • Das Potenzial für Konflikte wird verringert.
  • Die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter wird erhöht.
  • Die Mitarbeiter sind zufriedener.

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Kommentare

6 Gedanken zu „Die Grundlagen des DISG Modells“

  1. Peter sagt:

    Hi Stefan,
    ich habe versucht den Text zu lesen – musste aber abbrechen. Hellgraue Schrift auf Dunkelgrauem Grund – da muss ich nach 2 Minuten lesen aufgeben, weil ich nichts mehr erkenne.

    1. Stefan Hoffmeister sagt:

      Hi Peter,
      danke für den Hinweis. Habe die Schriftfarbe und den Font mal geändert. Jetzt müsste es besser klappen. LG, Stefan

      1. Peter sagt:

        Ja, Prima – so ist das wesentlich Augenschonender. Ich danke Dir!

  2. Peter sagt:

    Ich bin da wohl eher ein „Mischtyp“
    Einge Dinge des „Dominanten“ Typs wie wissbegierig, selbstsicher und neugierig
    finde ich bei mir wieder – aber auch beim „Initiativ“-Typus sind beredt, rhetorisch begabt, kontaktfreudig u.a. mehr auf meiner Persönlichkeitsskala zu finden. Selbst bei den anderen 2 Finde ich Verhaltensmuster, die bei mir srärker present sind.
    Ich glaube Menschen lassen sich nicht so einfach in 4 Typen unterscheiden, das funktioniert ja nicht mal bei den 12 Tierkreiszeichen zuverlässig,

    1. Stefan Hoffmeister sagt:

      wie bereits beschrieben ist es nur ein Modell. In meinem Bekannten- und Freundeskreis kenne ich aber z.B. einige Personen, auf die dominant, initiativ oder auch gewissenhaft sehr stark zutrifft. Dass grundsätzlich mehrere Typen als Kombination vorkommen können, ist normal.
      Um so differenzierter das Modell ist, um so mehr wird man sich dem annähern. Es gibt ja noch etliche andere Persönlichkeitstests…

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